Am 28. März 2025 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,7 Myanmar. Über 17,2 Millionen Menschen waren betroffen, 9,1 Millionen davon in den am stärksten zerstörten Gebieten. Solidar Suisse war von Anfang an vor Ort – mit Nothilfe und langfristiger Unterstützung. Doch die Krise ist noch nicht vorbei.
Myanmar ein Jahr später – ein Land in Trümmern
Vor einem Jahr, am 28. März 2025, bebte in Myanmar die Erde mit verheerender Wucht. Ein Beben der Stärke 7,7 zerstörte nicht nur Häuser und Dörfer, sondern riss Tausende Menschen aus ihrem gewohnten Leben. Noch heute sind über 17 Millionen Menschen mit den Folgen konfrontiert (OCHA, April 2025). Die humanitäre Lage verschärft sich zusätzlich durch den anhaltenden Konflikt, wirtschaftliche Unsicherheit und stark eingeschränkten Zugang zu Hilfe. «Besonders betroffen sind ländliche Regionen wie Teile der Mandalay-Region, darunter Kyaukse und Myittha. Viele Häuser sind weiterhin beschädigt, und die Infrastruktur funktioniert nur eingeschränkt», sagt Lukas Froher, Programmverantwortlicher bei Solidar Suisse, der zurzeit vor Ort ist.
Insgesamt wurden 58 Townships als Prioritätszonen eingestuft, von denen viele kaum erreichbar sind und deshalb kaum internationale Unterstützung erhalten. 41’000 Häuser wurden zerstört, und rund 500’000 Menschen haben noch immer keinen Zugang zu lebensrettender Versorgung.
Konflikt verschärft die Krise zusätzlich
Die Folgen des Erdbebens überlagern sich mit Vertreibung, zerstörter Infrastruktur und einem humanitären Zugang, der je nach Kontrolle durch die Militärregierung oder andere lokale Akteure stark variiert. In einigen nicht von der Militärregierung kontrollierten Gebieten bleibt internationale Unterstützung besonders schwierig, während in anderen Regionen administrative Hürden und Unsicherheit die Hilfe verzögern. Viele Familien kämpfen dadurch gleichzeitig mit den Auswirkungen von Konflikt und Naturkatastrophe – eine Belastung, die sie allein kaum bewältigen können.
Solidar Suisse ist vor Ort – und erreicht die Menschen direkt
Seit April 2025 arbeiten wir Hand in Hand mit unserer lokalen Partnerorganisation Ar Yone Oo (AYO) zusammen, die seit über 15 Jahren in Myanmar tätig ist. Gemeinsam haben wir bereits 300’000 Franken an Bargeldhilfe bereitgestellt. «Diese direkte Unterstützung ermöglicht es den betroffenen Familien, selbst zu bestimmen, was sie am dringendsten benötigen – etwa Nahrung, Medikamente oder Material für den Wiederaufbau ihrer Häuser. Diese Form der Hilfe wirkt schnell, stärkt die Würde der Menschen und stützt die lokale Wirtschaft, die durch Konflikt und Katastrophen schwer belastet ist», sagt Lukas Frohofer.
Sauberes Wasser und sichere Unterkünfte – Hilfe, die Leben schützt
«Die Arbeit ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Besonders verletzliche Menschen in Gebieten unter Kontrolle der Militärregierung erhalten derzeit Zugang zu sauberem Wasser und grundlegenden Unterkünften.» Gemeinsam mit AYO und der lokalen Bevölkerung reparieren wir beschädigte Wasserversorgungsanlagen. Viele Menschen sind momentan gezwungen, verschmutztes Wasser zu trinken – mit erheblichen Gesundheitsrisiken. Gleichzeitig unterstützen wir Familien dabei, ihre durch Erdbeben und Konflikt beschädigten Unterkünfte, inklusive Latrinen, wieder instand zu setzen. So gewinnen sie Schutz vor Regen und Hitze, ein Minimum an Privatsphäre und bessere hygienische Bedingungen.
Unterstützung unter schwierigsten Bedingungen
Lukas Frohofer berichtet aus Myanmar: «Unsere Arbeit findet unter extrem herausfordernden Bedingungen statt. Viele Gebiete sind nur schwer erreichbar, dringend benötigte Materialien kaum verfügbar.» Ausserdem sei die Sicherheit aller Beteiligten durch anhaltende Kämpfe ständig gefährdet. «Dank eines engagierten Teams, des starken lokalen Zusammenhalts und einer professionellen Projektleitung gelingt es uns dennoch, den am stärksten betroffenen Menschen in dieser humanitären Mehrfachkrise wirksam und nachhaltig zur Seite zu stehen.»
«Unsere Arbeit findet unter extrem herausfordernden Bedingungen statt. Viele Gebiete sind nur schwer erreichbar, dringend benötigte Materialien kaum verfügbar.»
Ihre Spende gibt Hoffnung
Die Menschen in Myanmar brauchen weiterhin Unterstützung. Besonders in den abgelegenen Dörfern. Mit Ihrer Spende können wir:
Familien mit sauberem Wasser versorgen,
Notunterkünfte bauen und reparieren.
Jeder Franken zählt. Helfen Sie jetzt – damit die Menschen in Myanmar nicht vergessen werden. Ihre Spende fliesst vollumfänglich in die Unterstützung vor Ort und erreicht die Menschen, die sie am dringendsten benötigen.