Jugendliche kämpfen für den Erhalt des Regenwaldes
Ein Bericht von Yenny Chucuiri Urañe, LanzArte-Aktivistin.
Jugendliche im bolivianischen Amazonasgebiet setzen sich bei LanzArte mit künstlerischen Mitteln für ihre Zukunft ein.
Mehr Selbstvertrauen dank Kunst
Bei LanzArte arbeiten wir mit Kunst, weil sie Gefühle weckt, zum Nachdenken anregt und ein Ausdruck unserer Identität ist. Mit Theater und Musik lässt sich die Wichtigkeit von Respekt, Empathie und der gemeinsamen Verantwortung für die Umwelt leichter vermitteln. Kunst verbindet Menschen und lässt Botschaften stärker wirken. Mit künstlerischen Mitteln können wir ohne Angst über unsere Realität sprechen. Das verändert auch uns: Ich beobachte, dass meine Kolleg*innen und ich selbstbewusster geworden sind.
LanzArte-Jugendliche fordern einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen im Amazonasgebiet.
Einsatz für die Umwelt
Mit Theater-Workshops, Partizipationsübungen, Waldspaziergängen und künstlerischen Darbietungen haben wir es geschafft, Jugendliche zu motivieren, sich für die Umwelt einzusetzen. Wir haben einen Bildungsleitfaden erstellt, der erklärt, wie man den Wald schützt und wie konkrete Massnahmen umgesetzt werden können. Wir sind die Generation, welche die Auswirkungen der heutigen Taten und Unterlassungen erleben wird. Wenn wir jetzt nicht handeln, ist es morgen zu spät. Wir können mit unserer Kreativität, Energie und neuen Ideen zum Schutz der Umwelt beitragen.
Ich habe mich entschieden, bei LanzArte mitzumachen, weil ich etwas lernen und zur Zukunft meines Dorfs beitragen möchte. Nun verstehe ich, wie wichtig es ist, den Wald zu schützen, und fühle mich fähig, meine Ideen einzubringen. In fünf Jahren möchte ich studieren und mit meinem Einsatz für mein Dorf ein Vorbild für andere sein. Denn Urubichá ist ein wunderschöner Ort, der es verdient, dass wir gut mit ihm umgehen. Dank LanzArte können wir Jungen unsere Kultur, die Natur und die Teilhabe aller in unserer Gemeinschaft stärken.
Unser Magazin Soli
Ob in Nairobi, Dhaka oder Lima: Die Gen Z lässt sich nicht mehr vertrösten. Ihr Zorn richtet sich gegen Korruption, Misswirtschaft und Ungleichheit – befeuert durch miese Jobchancen, die Folgen des Kolonialismus und die ignorierte Klimakrise. Mit Social-Media-Posts, Streiks und kreativen Aktionen fordert sie Regierungen heraus. Mit Erfolg: Regierungen sind gezwungen, auf den Druck zu reagieren. Trotz Zensur und Gewalt gelang es auch, Regierungen zu stürzen.
Erfahren Sie in der neuen Soli, wie Jugendliche in Solidar-Projekten in Asien, Lateinamerika und Osteuropa für eine Zukunft für alle kämpfen.