Anlässlich des Internationalen Tags der Arbeit präsentiert Solidar Suisse die Schweizer Zahlen aus der neuen Oxfam-Analyse zu den Lohnungleichheiten. Unter den 60 grössten Unternehmen des Landes wird nur eines von einer Frau geführt, während die Löhne der Arbeitnehmenden stagnieren oder sogar sinken.
Solidar Suisse warnt vor den Risiken dieser zunehmenden Ungleichheiten und fordert wirksame Massnahmen zur Stärkung des sozialen Schutzes.

Die neuen Zahlen aus der Oxfam-Analyse sind eindeutig: Im Jahr 2024 betrug das durchschnittliche CEO-Gehalt weltweit 4,3 Millionen US-Dollar – ein Anstieg von 50 % seit 2019, inflationsbereinigt. Gleichzeitig stiegen die Löhne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur um 0,9 %.

Auch in der Schweiz ist der Unterschied erheblich: Der CEO der Versicherungsgesellschaft Chubb verdient über 30 Millionen Franken pro Jahr, während die Löhne der Angestellten stagnieren oder sogar sinken.

ChatGPT:

Die Realität der 60 grössten Unternehmen in der Schweiz

  • Selbst Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als einer Milliarde Franken zahlen ihren CEOs Jahresgehälter von über einer Million Franken.
  • Nur ein einziges Unternehmen wird von einer Frau geführt, und in vielen Unternehmen übersteigt der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen 20 %.
  • In mehreren Fällen verdienen Frauen im Durchschnitt deutlich weniger als Männer – was sinnbildlich bedeutet, dass sie einen Tag pro Woche «gratis» arbeiten.

Redaktionelle Hinweise

Die Medianwerte der CEO-Löhne basieren auf den Vergütungspaketen (einschliesslich Grundgehälter, Boni und Aktienoptionen) von 1’984 Geschäftsleitungsmitgliedern in 35 Ländern, darunter 60 Unternehmen in der Schweiz, die im Jahr 2024 jeweils mehr als eine Million US-Dollar verdient haben und deren Unternehmen Vergütungsdaten veröffentlichten. Die analysierten Zahlen stammen aus der Datenbank S&P Capital IQ, welche die von Unternehmen öffentlich gemeldeten Finanzinformationen zusammenführt.

Die Daten zur Entwicklung der Reallöhne von Arbeiterinnen und Arbeitern wurden dem Weltlohnbericht 2024–2025 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) entnommen.

Medienkontakt

Melanie Wirz
Kommunikations- und Medienverantwortliche Deutschweiz

melanie.wirz@solidar.ch

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