Gleichberechtigung verändert Leben

Geschlechtergerechtigkeit ist eine Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit. Solidar Suisse setzt sich dafür ein, dass alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Herkunft, Behinderung oder sozialer Position – frei von Diskriminierung und Gewalt leben können.

Warum Gendergerechtigkeit wichtig ist

Geschlechterungleichheit zeigt sich im Zugang zu Einkommen, Bildung, Arbeit, Land, Gesundheit, Sicherheit und politischer Mitbestimmung. Sie wird durch diskriminierende Normen, Rollenbilder und Machtverhältnisse verstärkt. Frauen, Mädchen, LGBTQI+-Personen und weitere marginalisierte Gruppen sind besonders häufig von geschlechtsspezifischer Gewalt, Armut, unsicherer Arbeit und Ausschlüssen betroffen. Diese Erfahrungen sind unterschiedlich und überschneiden sich oft mit Rassismus, Ableismus, Klassismus, Altersdiskriminierung oder Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Religion oder Aufenthaltsstatus. Geschlechtergerechtigkeit verlangt deshalb einen intersektionalen Blick: Wir müssen unterschiedliche Formen von Diskriminierung zusammen denken und die Rechte, Handlungsmacht und Teilhabe marginalisierter Menschen stärken.

Unser Ansatz in vier Punkten

Geschlechtergerechtigkeit ist kein Zusatz zu unserer Arbeit. Sie prägt, wie wir Programme entwickeln, Partnerschaften gestalten, kommunizieren und als Organisation handeln.

Gleiche Rechte und gleiche Chancen

Wir setzen uns für gleiche Rechte, gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit und faire Chancen auf Weiterbildung, Entwicklung, Führung und Mitbestimmung ein.

Teilhabe und Selbstbestimmung stärken

Wir fördern die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen, LGBTQI+-Personen und weiteren marginalisierten Gruppen an gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen.

Diskriminierende Strukturen verändern

Wir hinterfragen Rollenbilder, Normen und Machtverhältnisse, die Menschen ausschliessen oder benachteiligen. Dabei verbinden wir einen feministischen, intersektionalen und dekolonialen Ansatz mit konkreter Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung.

Verantwortung gemeinsam tragen

Wir arbeiten mit Partnerorganisationen zusammen, die unsere Ziele teilen, und entwickeln Massnahmen gemeinsam weiter. Lokale Perspektiven, Wissen und Führung sind dabei zentral.

Was das in der Praxis bedeutet

Wir analysieren Ungleichheiten von Beginn an

Programme und Projekte müssen unterschiedliche Lebensrealitäten, Rollen, Bedürfnisse und Machtverhältnisse berücksichtigen. Deshalb analysieren wir geschlechtsspezifische und weitere sich überschneidende Ungleichheiten bereits bei der Planung – etwa beim Zugang zu Ressourcen und Dienstleistungen oder bei der Beteiligung an Entscheidungen.

Wir planen, messen und lernen geschlechtersensibel

Aus der Analyse leiten wir Ziele, Massnahmen, Budgets und Indikatoren ab. Geschlechtergerechtigkeit wird in Monitoring, Evaluation und Berichterstattung integriert. Entscheidend ist nicht allein, welche Aktivitäten stattfinden, sondern ob sich Zugänge, Teilhabe und Machtverhältnisse tatsächlich verändern.

Wir fördern transformative
Veränderung

Wir wollen nicht nur die Folgen von Ungleichheit abfedern. Gemeinsam mit lokalen Akteur*innen unterstützen wir Ansätze, die diskriminierende Normen, ungleiche Entscheidungsstrukturen und Machtverhältnisse langfristig verändern. Dabei achten wir darauf, Spannungen nicht zu verschärfen und Schaden zu vermeiden.

Wir gestalten Partnerschaften gleichberechtigt

Geschlechtergerechtigkeit ist Teil der Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen. Gemeinsam prüfen wir, wo es Stärken und wo es Lücken gibt, vereinbaren notwendige Veränderungen und begleiten ihre Umsetzung. Dabei geht es um gemeinsame Ziele – nicht um Vorgaben von oben.

Wir übernehmen auch als Organisation Verantwortung

Solidar Suisse will Geschlechtergerechtigkeit im eigenen Arbeitsalltag leben. Dazu gehören eine inklusive Organisations- und Führungskultur, vielfältige und faire Rekrutierung, gleiche Chancen und gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit sowie Nulltoleranz gegenüber Diskriminierung, sexueller Ausbeutung, Missbrauch und Belästigung.

Geschlechtergerechtigkeit ist gemeinsame Verantwortung

Geschlechtergerechtigkeit entsteht nicht über Nacht. Sie braucht langfristiges Engagement, starke feministische und soziale Bewegungen sowie Organisationen, die Macht teilen, Diskriminierung benennen und Veränderung ermöglichen. Solidar Suisse arbeitet gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen daran, dass Menschen ihre Rechte gleichberechtigt wahrnehmen, über ihr Leben mitbestimmen und gesellschaftliche Veränderung vorantreiben können.

Unsere Arbeit für Gendergerechtigkeit

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