Solidar-Tipps für den Sommer

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Ob Sie gerade «endlich Ferien» denken oder sich freuen, dass die Strassen so leer sind, weil alle verreist sind – wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie die Musse nutzen können, um Neues zu entdecken und sich für Ihr Engagement gegen Ungleichheit inspirieren zu lassen.
Packende Filme, horizonterweiternde Ausstellungen, anregende Lektüre: Wir laden Sie ein, andere Perspektiven auf unsere Gesellschaft zu entdecken.

Engagierte Openair-Kinos

Ausstellungen, die den Horizont erweitern

Im Zürcher Museum Rietberg lockt noch bis zum 6. September die Ausstellung «Fast ein Paradies» zur Auseinandersetzung mit kolonialen Darstellungen. Die beteiligten Künstler*innen transformieren die Entwürdigung durch koloniale Bilder mit Witz, Persiflage und wütender Fürsorge – und stellen der gewaltvollen Geschichte andere Bilder entgegen. Zum Beispiel Omar Victor Diop, der sich in Fotos nordamerikanischer Mittelschichtsfamilien aus den 1950er und 1960er Jahren montiert – und gerade so die systematische Ausgrenzung von schwarzen Menschen vor Augen führt.

Im August lohnt sich ein Ausflug nach Glarus gleich doppelt: Im Anna Göldin Museum beleuchtet die Ausstellung «Ich bin einfach niemand gewesen» die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, von denen in der Schweiz hunderttausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene betroffen waren. Sie macht das Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Zwang sichtbar und gibt Betroffenen eine Stimme.
Im nahegelegenen Kunsthaus zeigt die Gruppenausstellung «THE SIGH OF THE MOUNTAIN – über Echos und Spuren in unseren Landschaften», wo in unseren Landschaften Spuren von kolonialer, ökologischer oder imperialer Ausbeutung zu finden sind.

Bücher zum in die Ferien Mitnehmen

Diesen Sommer im Kino

À voix basse

Im Film von Leyla Bouzid kehrt Lilia, die in Paris lebt, zur Beerdigung ihres Onkels nach Tunesien zurück und trifft dort auf eine Familie, die nichts über ihr Leben weiss – vor allem nicht über ihr Liebesleben. Entschlossen, das Geheimnis um den plötzlichen Tod ihres Onkels zu lüften, sieht sie sich in einem Haus, in dem drei Generationen von Frauen zusammenleben, mit Familiengeheimnissen zwischen Schweigen und Traditionen konfrontiert.

Zurzeit in Basel, Bern, Frauenfeld, Liestal, Luzern, Winterthur und Zürich zu sehen.

Unterstützen Sie die Betroffenen des Erdbebens in Venezuela!

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