Für ein weltweites Verbot von Asbest

Jedes Jahr sterben weltweit über 220‘000 Menschen an den Folgen von Asbest. Dennoch wird der gefährliche Baustoff in vielen Ländern weiterhin verwendet. In Partnerschaft mit einem globalen Netzwerk von Aktivist*innen und Gewerkschaften kämpft Solidar Suisse für ein weltweites Asbestverbot.

Krebserregend und dennoch nicht verboten

Die Verwendung von Asbest ist in der Schweiz seit 1989 verboten. Doch die Langzeitschäden wirken bis heute nach. Das krebserregende Baumaterial tötet hierzulande weiterhin mehr als 100 Menschen pro Jahr. Betroffen sind vor allem pensionierte Bauarbeiter*innen, die vor Jahrzehnten Asbest ausgesetzt waren.

Arbeiter beim Abwracken eines Schiffs in Bangladesch Arbeiter beim Abwracken eines Schiffs in Bangladesch

Arbeiter kommen beim Abwracken von Schiffen in Bangladesch häufig mit Asbest in Kontakt. © Adam Cohn

Aufklärung und Lobbying

Solidar Suisse leistet in Südasien und Afrika Aufklärungsarbeit für Arbeiter*innen. In Afrika arbeiten wir mit BWI, der internationalen Gewerkschaft der Bau- und Holzarbeiter, zusammen. Bauarbeiter*innen werden von ihren Gewerkschaften über Langzeitschäden durch Asbest gewarnt und mit Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz vertraut gemacht. In Südasien unterstützt Solidar Suisse über die Partnerorganisation AMRC (Asia Monitor Ressource Centre) nationale und internationale Netzwerke, die sich gegen den Einsatz von Asbest stark machen. Zudem lobbyieren wir im Hinblick auf die weiteren Verhandlungen zwischen den Vertragsparteien des Rotterdamer Übereinkommens zum internationalen Handel mit gefährlichen Chemikalien für eine Aufnahme von Asbest in die Liste der gefährlichen Chemikalien. Dies hätte zur Folge, dass der internationale Handel mit Asbest stark eingeschränkt würde. Damit würden hunderttausende von Arbeiter*innen geschützt.  

Vernetzung von Aktivist*innen

Solidar Suisse hat gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia erfolgreich über die Gefahren von Asbest informiert und staatliche Vertreter*innen von der Notwendigkeit eines internationalen Verbots von Asbest überzeugt. Im Rahmen der Vertragsparteienkonferenz der Rotterdam Konvention wurde 2019 auf die problematische Rolle von Russland bei den internationalen Verhandlungen aufmerksam gemacht. Die Bewegung für ein weltweites Verbot von Asbest hat sich in den letzten Jahren immer besser vernetzt.

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