Für eine Zukunft für alle

Unser Jahresbericht

2025 haben sich die globalen Krisen weiter zugespitzt: bewaffnete Konflikte, klimabedingte Katastrophen, wachsende Ungleichheit – gleichzeitig beeinträchtigten massive Kürzungen die internationale Zusammenarbeit. Diese haben auch Solidar hart getroffen: In Asien brachen Projekte für würdige Arbeitsbedingungen weg, weil USAID die Finanzierung abrupt beendet hat; Ende Jahr mussten wir das Programm in Südosteuropa einstellen und das Büro im Kosovo schliessen. Solche Entscheidungen treffen Menschen, die ohnehin schon am stärksten unter Ausbeutung, Prekarität und fehlendem Sozialschutz leiden.

Es war aber auch ein Jahr, in dem junge Menschen weltweit gegen Ungleichheit, autokratische Regimes und Korruption protestierten und Perspektiven für alle forderten. Trotz schwieriger Umstände haben wir zusammen mit unseren Partner*innen demokratische Räume geschaffen und menschenwürdige Arbeit gefördert.

Lesen Sie in unserem Jahresbericht, wie wir nach dem Erdbeben in Myanmar die besonders hart Betroffenen schnell unterstützten, wie unsere Arbeit in Südosteuropa weiterwirkt und wie wir gegen Ungleichheit kämpfen.

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Engagement rund um den Globus

Unser weltweites Engagement galt insbesondere denjenigen, die von Konflikten, Katastrophen und extremer Ungleichheit betroffen waren. In der Entwicklungszusammenarbeit setzten wir uns für faire Arbeit, berufliche Ausbildung und die Stärkung von demokratischer Partizipation ein, damit die Menschen selbstbestimmt ihre Lebensbedingungen verbessern können. Im Bereich der humanitären Zusammenarbeit haben wir auf akute Krisen reagiert und Menschen in Not unterstützt. In der Schweiz sensibilisierten wir auf den Zusammenhang zwischen Konsum, Arbeitsbedingungen und Ungleichheit.

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25 Millionen Franken Umsatz

Von den 2025 umgesetzten 25 Millionen Franken flossen insgesamt 85 Prozent in unsere internationalen Programme in der internationalen Zusammenarbeit und der Kampagnenarbeit.

Gut 7,4 Millionen Franken investierten wir für die Entwicklungszusammenarbeit, zum Beispiel in Burkina Faso, Südostasien, Honduras, Bangladesch und Südafrika. 10,4 Millionen Franken in der Humanitären Zusammenarbeit in Ländern wie der Türkei und Syrien, Myanmar oder der Ukraine.

Stimmen aus den Projekten

Tina Piliia, Landeskoordinatorin in der Ukraine

«Was mich in der Ukraine am meisten bewegt, ist die stille Ausdauer der Menschen, die jeden Tag mit der Zerstörung leben müssen. Nach vier Jahren Krieg hatten wir den kältesten Winter seit 40 Jahren, während wiederholte Angriffe auf Energieanlagen zu – oft 20 Stunden langen – Stromausfällen führten. Die Menschen mussten ohne Heizung ausharren, was insbesondere diejenigen, die bereits von Vertreibung, Armut und Behinderung betroffen waren, in akute Gefahr brachte. Solidar unterstützt Veteran*innen, vertriebene Frauen, Männer und Kinder dort, wo die Systeme versagen. Wir stärken lokale Organisationen, um Würde, Widerstandsfähigkeit und die Möglichkeit von Heilung wiederherzustellen.»

Repon Chowdhury, Geschäftsleiter unserer Partnerorganisation Bangladesh Occupational Safety, Health and Environment Foundation

«Als Produzentinnen des zweitwichtigsten Exportartikels von Bangladesch beschäftigen Gerbereien und Lederfabriken fast eine Million Arbeiter*innen. Die Schweiz ist eines der 53 Länder, in die Bangladesch seine Lederwaren – mehr als die Hälfte davon Schuhe – exportiert. Doch die Löhne sind tief, die Arbeiter*innen sind giftigen Chemikalien ausgesetzt und haben keine soziale Absicherung. Deshalb engagieren wir uns für bessere Arbeitsbedingungen und die Stärkung der Gewerkschaften und unterstützen Fabriken dabei, Arbeits- und Umweltstandards zu erfüllen, die zum Beispiel das neue EU-Lieferkettengesetz erfordert.»

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