Halt in haltlosen Zeiten

Kriege, Klimakrise, Flucht: Die Welt gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht – und das bleibt nicht folgenlos für die Schweiz. Über 40 Schweizer Hilfswerke, darunter Solidar Suisse, haben sich zur Kampagne «Halt in haltlosen Zeiten» zusammengeschlossen. Gemeinsam machen wir sichtbar, weshalb internationale Zusammenarbeit gerade jetzt so wichtig ist – für Menschen weltweit und für uns.

Warum das auch uns betrifft

Die Schweiz ist ein kleines, aber international stark vernetztes Land. Kriege, Klimafolgen und Flucht machen nicht an Landesgrenzen halt. Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen zerstören anderswo schon heute Lebensgrundlagen – und laut aktuellen Prognosen könnten bis Ende des Jahrhunderts über 20 Prozent der Menschheit in Regionen mit extremer Hitzebelastung leben, wenn sich an der heutigen Klimapolitik nichts ändert. Solche Entwicklungen wirken sich auch auf unsere Sicherheit, unseren Wohlstand und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt aus. Internationale Zusammenarbeit setzt genau hier an: Sie investiert in Bildung, Gesundheit, Einkommensmöglichkeiten und demokratische Mitbestimmung, damit Menschen erst gar nicht in Not, Flucht oder Konflikte geraten. Solidarität sorgt so nicht nur dafür, dass niemand zurückgelassen wird – sie trägt auch weltweit und in der Schweiz zu mehr Gleichgewicht und Sicherheit bei.

Gespart wird trotzdem

Ausgerechnet jetzt, wo der Bedarf steigt, geraten die Mittel für internationale Zusammenarbeit unter Druck. 2025 sanken die Beiträge der wichtigsten Geberländer für Entwicklungszusammenarbeit gemäss OECD real um über 23 Prozent – der stärkste Rückgang, den die Organisation je verzeichnet hat. Auch die Schweiz spart: Sie liegt schon heute weit unter dem international vereinbarten Ziel, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen, und im Parlament gehört die internationale Zusammenarbeit seit Jahren zu den grössten Sparposten.

Gemeinsam stark: über 40 Organisationen

Kein Hilfswerk kann diese Herausforderungen allein bewältigen. Deshalb ziehen über 40 Schweizer Organisationen an einem Strang und arbeiten mit Tausenden von lokalen Partnerorganisationen in rund 100 Ländern zusammen. Sie zeigen damit: Halt entsteht nicht von selbst, sondern dort, wo Menschen und Organisationen Verantwortung übernehmen und langfristig zusammenarbeiten – lokal verankert und international unterstützt.

 

Weshalb das für Solidar Suisse zählt

Solidar Suisse setzt sich seit Jahrzehnten für faire Arbeitsbedingungen, demokratische Mitbestimmung und humanitäre Zusammenarbeit ein – gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie in Krisenkontexten wie der Ukraine, Myanmar und Syrien. Kürzungen bei der internationalen Zusammenarbeit treffen deshalb direkt die Menschen, mit denen Solidar Suisse arbeitet: Menschen, die für existenzsichernde Löhne kämpfen, die sich für ihre Rechte einsetzen oder nach Katastrophen wieder auf die Beine kommen wollen. In der Kampagne «Halt in haltlosen Zeiten» kann Solidar Suisse mit gemeinsamer, verstärkter Stimme darauf hinweisen: Sparen an der IZA verschärft die Ungleichheit vor Ort – und wachsende Ungleichheit gefährdet Stabilität, weltweit wie auch in der Schweiz.

Hier erfahren, was Halt gibt

Gemeinsam mit über 40 Schweizer Hilfswerken setzt sich Solidar Suisse dafür ein, dass internationale Zusammenarbeit nicht weggespart wird. Erfahren Sie mehr über die Kampagne und was Sie tun können.

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